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Jun 19, 2012
konitzer.IT

Das Thema “Unterricht”

Wenn man über das Thema „mein Unterricht“ nachdenkt, gibt es immer zwei Perspektiven. Diejenige aus Sicht des Lehrer und jene aus Sicht der Schüler. Idealerweise stimmen beide Sichtweisen überein, was allerdings nicht immer der Fall ist. Da mag es beispielweise den ständig störenden Schüler geben, den der Lehrer als schwierig, faul und aufmüpfig empfindet. Er findet vielleicht nur schwer einen Draht zu ihm und ist froh, wenn dieser so wenig wie möglich auffällt. Fragt man den Schüler, mag dieser hingegen sagen: „Mein Unterricht ist langweilig, der Lehrer ödet mich an“. Zahlreicher solcher verhaltensauffälliger Schüler landen im Laufe ihrer Schullaufbahn häufig auf sogenannten Förderschulen, weil sie für den laufenden Schulbetrieb nicht mehr tragbar sind. Doch sinnvoll ist dies nicht immer, denn in einigen Fällen ist der Grund für ihr Verhalten eine permanente Unterforderung im Unterricht.

Das Problem in unserem Schulsystem ist oft, dass Hochbegabte nicht erkannt werden. Es sind nicht immer nur die Einser-Schüler, die offensichtlich einen herausragenden Intellekt besitzen, und deshalb zu dieser Kategorie gezählt werden müssen. Daher könnte in manchen Fällen vor der „Abschiebung“ auf die Förderschule ein Intelligenztest indiziert sein, der tatsächlich Aufschluss über die Fähigkeiten des Schülers gibt. Wird dann eine Hochbegabung festgestellt, gibt es unterschiedliche Möglichkeiten der individuellen Förderung. Selbst die Kosten einer eventuellen Internatsunterbringung können in solchen Fällen entweder von Stiftungen oder auch vom Jugendamt übernommen werden.

Einen Informationsaustausch mit anderen Pädagogen zu diesem Thema bietet unter anderem die Internetseite http://www.meinunterricht.de/Home.html. Neben verschiedenen Unterrichtsmaterialien, die unter Umständen auch helfen können, unterschiedliche Begabungsschwerpunkte zu erkennen, wird dort ein Forum beziehungsweise Blog angeboten, in dem Probleme, aber auch positive Erfahrungen aus dem Unterrichtsalltag diskutiert werden können. „Mein Unterricht“ bietet so eine geeignete Plattform zum Austausch mit Kollegen, oder auch eine erste Anlaufstelle zur weiteren Recherche in punkto Unterrichtsgestaltung beziehungsweise Hochbegabtenförderung.

Apr 2, 2012
konitzer.IT

Finanzielle Fördermittel für Hochbegabte

Die Mittel der Begabten- und Hochbegabtenförderungen in Deutschland werden oft aus Finanzmitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung oder von den entsprechenden Landesministerien gefördert- Neben den staatlichen Einrichtungen, wie der Stiftung des Deutschen Volkes oder auch den parteinahen Stiftungen, wie der Friedrich Ebert Stiftung oder der Konrad Adenauer Stiftung, gibt es jedoch auch noch private Einrichtungen, meist von (ehemaligen) Familienunternehmen wie Bosch oder Haniel, die eigene Mittel für Begabte und deren Projekte zur Verfügung stellen. Für Begabte und Hochbegabte in Baden Württemberg stehen all diese Mittel gleichermaßen zur Verfügung. Nur bei den landesspezifischen genießen sie einen kleinen Vorteil, solange zumindest wie sie in Baden Württemberg studieren bzw. ihre Ausbildung absolvieren.

Bei den Fördermitteln ist zwischen situationsabhängigen und situationsunabhängigen Mitteln zu unterscheiden. Bei den ersteren wird der jeweilige Hintergrund, bzw. die Einkommenslage der Familie und Eltern berücksichtigt. In einkommensschwachen Familien erhalten dabei die Geförderten meist das Bafög komplett geschenkt, ohne später die Hälfte zurückzahlen zu müssen. Das beinhaltet auch alle Wohn- und Krankenkassenzuschläge, die Bafög-Empfänger erhalten können. Neben diesen Grundleistungen, gibt es auch noch situationsunabhängige Mittel, die pauschal jedem Geförderten zur Verfügung gestellt werden. Diese betreffen meist Zuschläge für Auslandsaufenthalte und Praktika (inkl. Reisekostenzuschläge und Auslandskrankenversicherungen, sowie Studiengebühren). Des Weiteren gibt es für alle ein so genanntes Büchergeld, das laut Standard des Bundesministeriums für Bildung und Forschung momentan 150 Euro beträgt, aber in naher Zukunft wahrscheinlich auf 300 Euro verdoppelt werden wird. Ob die Geförderten sich damit Bücher oder eine sexy Corsage kaufen steht ihnen jedoch absolut frei.